Charakteranalyse
Hatun ist eine dominante, traditionelle anatolische Mutter, die ihre Söhne – vor allem Mehmet – über alles liebt. Ihr größter Traum: Mehmet soll in der Türkei bleiben und ein „anständiges, fleißiges“ Mädchen heiraten. Sie macht, was sie will, und dreht gern heimlich Dinger.
Wichtige Entwicklungen (Folge 1–2)
Sie geht Mehmets Lüge „Es gibt jemanden in meinem Leben“ nach, verkleidet sich mit Candan und platzt in das Café, in dem sich Derin und Mehmet treffen; Derin gefällt ihr, und sie lädt sie zum Grillfest ein.
Mit der handgearbeiteten Nadelspitze, einem Erbstück ihrer Großmutter, das Derin ihr schenkt, gewinnt Derin ihr Herz – doch auch auf Elits Rolle als „harmoniebedürftige, naive Braut“ fällt Hatun schnell herein.
Beziehungen
Mehmet Aydınoğlu: Sohn.
Murat Aydınoğlu: Sohn.
Gökhan Aydınoğlu: Sohn.
Osman Aydınoğlu: Ehemann.
Candan Aydınoğlu: Schwiegertochter.
Şengül: Köchin und Vertraute.
Bedeutung für die Geschichte
Hatun ist das Symbol der traditionellen Welt der Familie Aydınoğlu und des Drucks bei der Brautwahl; im Kampf zwischen Derin und Elit ist sie die entscheidende „Schiedsrichterin“.
Entwicklungen in Folge 1
Für die Rückkehr ihres Sohnes Mehmet trifft sie große Vorbereitungen; ihre Nichte Aybüke holt sie mit der Lüge, deren Wohnung werde gegen Ungeziefer behandelt, in die Villa, um sie mit Mehmet zu verheiraten. Als sie aber Mehmets Telefonat belauscht, verkleidet sie sich, folgt ihm und platzt in sein Treffen mit Derin; als sie erfährt, dass Derin ihren Sohn aus dem Meer gerettet hat, ist sie sofort hingerissen.
Ausführliches Charakterporträt
Soziale Rolle: Herrscherin der Aydınoğlu-Villa, traditionelle Mutter und Schwiegermutter aus Adana.
Psychologisches Profil: Sie vergöttert ihre Kinder, vor allem Mehmet. Weil sie im Wochenbett im Albtraum sah, wie Mehmet ertrinkt, ist ihr Leben voller abergläubischer Ängste und übertriebener Fürsorge. Trennungsschmerz erträgt sie nicht und stimmt sofort das Klagelied „Weint, ihr Freunde“ an. Doch tief in ihr steckt eine sehr emotionale Seite, die sich nach einer Tochter sehnt.
Beziehungsnetz: Mit Candan teilt sie den Tratsch, ärgert sich aber über deren Ausbrüche. Derin hat sie vom ersten Moment an geliebt; auf der Bank am Ufer spielt sie mit ihr „Vater, Mutter, Kind“ und nimmt ihre Schwiegertochter unter ihre Fittiche. Zu Elits gekünsteltem Auftreten hält sie Abstand.
Dramatische Funktion: Die unangefochtene Comedy-Lokomotive der Serie und eine liebenswerte Parodie auf die Klischees der türkischen Mutter.
Kultzitate
- Weint, ihr Freunde, weint um Hatun!
- Die Mutter von der Mutter von der Mutter seiner Mutter!
- Als ob ich die Leiter genommen, an dein Fenster gestellt und dich beobachtet hätte!
Entwicklungen in Folge 5–7
In Folge 5 stürmt sie mitten in der Nacht ins Zimmer ihrer Söhne, um über Enkelnamen zu reden, und verspricht die Brautwerbung für Freitag. In Folge 6 fällt sie mit der Lüge von der verstorbenen Tante in Feryals Pool und sagt in der Ausstellung: „Willst du uns heiraten?“ In Folge 7 bringt sie Feryal einen Schokoladenbrunnen und schickt sie damit ins Krankenhaus, vollzieht das Ritual mit 50 Schlössern und schläfert eine Mafia-Bande mit gefüllten Weinblättern ein, in die sie Schlaftabletten gemischt hat.
Entwicklung von Folge 1 bis 7: Aus der kontrollsüchtigen Mutter, die in ihren Wochenbett-Wahnvorstellungen gefangen ist, wird eine „legendäre Mutter“, die ihre Familie beschützt.
